Ist denn wirklich schon Wollsockenzeit?

Ich hab’s versucht. Hab die Zehen gekrümmt und wieder ausgestreckt. Hab mich auf die Arbeit konzentriert. Hab mir nen schönen warmen Kaffee gemacht. Und als die Füße schließlich immernoch kalt waren… da hab ich mir dann doch die Wollsocken angezogen.

1.September. Metereologisch gesehen ist mit diesem Tag der Sommer vorbei. Und genau so fühlte es sich gestern auch an. Letzte Woche noch die milde Nacht bei der Hochzeit, wo wir nachts um 3 ärmellos draußen standen und trotz vom Tanzen verschwitzter Klamotten nicht froren. Und jetzt: Wollsocken. Es wird bestimmt noch mal schön, sonnig und warm! Aber trotzdem lässt es sich nicht mehr leugnen, dass das Jahr schon wieder weit fortgeschritten ist. Und so sehr ich diese – ich sag mal euphemistisch – Spätsommerzeit mag und mit dem positiven Gefühl von Aufbruch und neuen Chancen verbinde, so sehr ich den Geruch von reifem Obst in der Luft liebe, so sehr ich das weiche Licht und die bald kommende Farbenpracht genieße – ganz verhindern kann ich das Gefühl von Melancholie nicht.

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Ich finde den Spätsommer eine wunderschöne Jahreszeit, aber keine zwingt mich so sehr dazu, zu überlegen, wo ich stehe, was das Jahr bisher gebracht hat, was ich mir für die nächste Zeit wünsche und ob ich mit meinem Leben zufrieden bin.

Wird das schlimmer, mit jedem Jahr, das man älter wird? Weil man unwillkürlich sein Leben auf die Jahreszeiten überträgt und irgendwann selbst im Herbst ankommt? Ich hoffe nicht, auch wenn mir manchmal bewusst wird, dass ich den Frühling bereits verlasse habe.

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Aber je zufriedener ich bin, desto weniger schlimm greift die Spätsommer-Melancholie. Manchmal dachte ich, sie bringt mich um, noch bevor die monatelange Dunkelheit mir den Rest gibt… Und das auch in weitaus jüngerem Alter.

Dieses Jahr ist sie bisher nur ein sanfter Hauch, denn es ist viel passiert, das mich vorangebracht hat; äußerlich, aber vor allem in meinem Inneren. Das relativiert auch das Gefühl von „Meine Güte, wie die Zeit vergeht!“, das mich zugegebenermaßen hin und wieder ereilt. Aber auch schon in früheren Jahren. 2011 war zum Beispiel eine Phase, in der ich mit einem Anflug von Panik dachte, wenn die Zeit weiter so rast, ist das Leben gleich um! Und dann wurde sie gefühlt doch wieder gemächlicher.

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Wie geht es Euch im Spätsommer/Herbst?

Lieblingsjahreszeit oder Depri-Stimmung? Oder weder noch?

Wie auch immer… habt ein schönes Wochenende, genießt die Zeit und bis bald hoffentlich!

 

 

 

 

 

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Der Kampf mit dem Sonnenschutz -Teil 4-

Ich habe schon lange nicht mehr über Sonnenschutz geschrieben, vielleicht weil ich mit dem hier vorgestellten (*klick*) so zufrieden bin. Warum ich überhaupt täglich Sonnencreme für das Gesicht verwende, könnt Ihr hier nachlesen (*klick*).

Dass mir LSF 30 für normale Sommertage ausreicht, habe ich irgendwann einfach so für mich festgelegt. Die Alltagstauglichkeit einer Creme ist mir wichtiger als ein richtig schwerer Sonnenschutz, der mich nur nervt oder sowieso nichts nützt, weil er abbröckelt…

Manchmal darf es aber doch etwas mehr sein, zum Beispiel im Urlaub, oder wenn ich weiß, dass ich viele Stunden im Freien verbringe. Und hier habe ich nun die unparfümierte Gelcreme Solvinea Med LSF 50+ von Dermasence für mich entdeckt.

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Beworben wird sie als Schutz „für die empfindliche sowie fettende und zu Unreinheiten neigende Haut“. Zwar ist meine Haut eigentlich nicht fettig, aber mit den leichten Geltexturen habe ich bei Sonnencremes die besten Erfahrungen gemacht. So auch hier: Das Cremegel lässt sich sehr leicht verteilen, fühlt sich weich und geschmeidig an und weißelt kein bisschen. Allerdings zieht es entgegen der Herstellerversprechen nicht sonderlich gut ein. Also eigentlich überhaupt nicht. Ich tupfe den Speckschwartenglanz nach einer Weile vorsichtig ab (nicht rubbeln und damit den Schutz wieder abreiben!) und trage dann mein Make Up auf. Das funktioniert gut und nahezu ohne Krümeln. Im Laufe des Tages kommt es manchmal zu Krümeln im Halsbereich. Irgendwie setzt die Creme sich dort gern ab. Aber das ist auch der einzige erkennbare Nachteil für mich.

150 ml kosten – je nach Bezugsquelle – um die 20 Euro.

Die Inhaltsstoffe mit fettgedruckten Sonnenschutzfiltern:

Aqua, Ethylhexyl Salicylate, Glycerin, Octocrylene, Butyl Methoxydibenzoylmethane, Dicaprylyl Carbonate, Dicaprylyl Ether, Bis-Ethylhexyloxyphenol Methoxyphenyl Triazine, Diethylhexyl Butamido Triazone, Phenylbenzimidazole Sulfonic Acid, Titanium Dioxide (Nano), Cyclopentasiloxane, Panthenol, Phenoxyethanol, Sodium Stearoyl Glutamate, Glyceryl Stearate, Pentaerytrityl Distearate, Butyrospermum Parkii Butter, Tocopheryl Acetate, Aminomethyl Propanol, Cetearyl Alcohol, Alumina Starch Octenylsuccinate, Bisabolol, Acrylates/C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer, Microcrystalline Cellulose, Ethylhexyl Methoxycinnamate, Cellulose Gum, Diethylhexyl Sodium Sulfosuccinate, Caprylyl Glycol, Disodium Phosphate, Piroctone Olamine, Propylene Glycol, Silver Chloride, Alumina, Simethicone

Hier findet Ihr eine Übersicht über die Bewertung dieser Filter sowie eine weitere Review.

Ich habe die Creme selbst gekauft! Keinerlei Sponsoring!

Was für einen Sonnenschutz verwendet Ihr zur Zeit?

Kreuz und quer durch das Nagellackregal – Teil 12 –

Nagellackbeiträge kommen im Verhältnis zu anderen Beiträgen überdurchschnittlich gut an auf dem Blog. Hätte ich so ehrlich gesagt nicht erwartet, aber da ich mir eh oft die Nägel lackiere, kann ich diese Sparte auch regelmäßig füllen.

Übrigens widerlege ich seit Beginn meiner „Nagellacksucht“ ein eigenes Vorurteil, das ich früher hatte, wenn eine Frau ständig andere Farben auf den Nägeln zur Schau trug: „Mein Gott, die muss ja echt zuviel Zeit haben!“.

Na gut, jemand, der wirklich, WIRKLICH im Stress ist, hat sicherlich keine Zeit, sich die Nägel zu lackieren. Aber für mich ist es auch und gerade dann, wenn viel los war, ein regelrechtes Entspannungsritual geworden, eine Farbe auszusuchen, die mir gerade gefällt, nebenher eine Serie oder ein youtube-Video (… 😀 ) zu gucken und mit Bedacht zu pinseln.

In den letzten Wochen habe ich diese drei Farben von essie getragen, die ich als Mini-Größe auch zusammen gekauft hatte:

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Enthalten sind jeweils 5 ml und gekostet haben die drei zusammen 12,95 Euro.

Von fiji war ich leider ziemlich enttäuscht, obwohl die Farbe total schön ist: Er ließ sich nicht gut lackieren, wurde bei sehr dünnen Schichten schnell streifig und bei dickeren Schichten trocknete er nicht gut. Die Haltbarkeit war dann ok, aber trotz Überlack nicht überragend. Vielleicht so drei Tage.

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Weitaus besser sieht es mit chinchilly aus: Problemloser Auftrag wie ich das eigentlich von essie gewohnt bin, gut deckend mit zwei Schichten und heute, am fünften Tag, noch immer kaum Abnutzungsspuren (ohne Überlack!). Und was ein toller Herbstton!

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Angora cardi ist vom Auftrag her ebenso unkompliziert und deckt mit zwei Schichten. Hier ist nur leider wieder die Haltbarkeit nicht ganz so überzeugend – nach zwei Tagen die ersten Macken.

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.Fazit, kurz und schmerzlos: Tolle Farben, aber in groß nachkaufen würde ich nur chinchilly.

Was ziert eure Nägel zurzeit? Ich werde als nächstes wieder eine knallige Sommerfarbe auftragen…

 

Lieblingsaugencreme: Eye-Repair von CeraVe

Ich habe auf meinem Blog schon lang keine Augencreme mehr vorgestellt, was erstaunlich ist, da ich seit Jahren täglich welche verwende. Heute geht es um die CeraVe Eye Repair Creme, von der ich ziemlich begeistert bin, wie Ihr gleich sehen werdet…

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Die Inhaltsstoffe:

Diese Augencreme habe ich tatsächlich einzig und allein aufgrund der aufgedruckten Zutatenliste gekauft: Niacinamid an zweiter Stelle! Dass dies ein sehr wirksamer Anti-Aging-Inhaltsstoff ist, hat sich ja unter Hautpflege-Interessierten inzwischen rumgesprochen, und ich bin dankbar für Artikel wie z.B. diesen hier, aus denen ich mein Wissen beziehe.

Des Weiteren enthält die Creme Ceramide, die die Schutzfunktion der Haut stärken und die Feuchtigkeit speichern helfen (Quelle z.B. hier), sowie Hyaluron und Antioxidantien. Sehr angenehm ist auch, dass die Creme nicht beduftet ist und keine Reizstoffe enthält.

Purified Water, Niacinamide, Cetyl Alcohol, Caprylic/Capric Triglyceride, Glycerin, Propanediol, Isononyl Isononanoate, Jojoba Esters, PEG-20 Methyl Glucose Sesquistearate, Cetearyl Alcohol, Dimethicone, Methyl Glucose Sesquistearate, Ceramide 3, Ceramide 6-11, Ceramide 1, Hyaluronic Acid, Zinc Citrate, Prunus Amygdalus Dulcis (Almond) Oil, Aloe Barbadensis Leaf Juice, Chrysanthellum Indicum Extract, Tocopherol, Equisetum Arvense Extract, Asparagopsis Armata Extract, Ascophyllum Nodosum Extract, Phenoxyethanol, Carbomer, Behentrimonium Methosulfate, Sorbitol, Triethanolamine, Laureth-4, Butylene Glycol, Hydrogenated Vegetable Oil, Tetrasodium EDTA, Ethylhexylglycerin, Sodium Lauroyl Lactylate, Sodium Hydroxide, Phytosphingosine, Cholesterol, Xanthan Gum.

Sogar Paula’s Beautypedia, die für ihre Mäkeligkeit bekannt ist, findet hier ausnahmsweise nichts zu beanstanden und schreibt lobend, dass es sich um einen  „excellent fragrance-free moisturizer“ handele. (Ganz verkneifen kann sie sich den Hinweis jedoch nicht, dass man eigentlich ja gar keine separate Creme für die Augenpartie bräuchte… was Paula’s Choice selbst nicht gehindert hat, auch eine auf den Markt zu schmeißen, aber das ist jetzt ein anderes Thema… 😉 )

Der Praxistest:

Ich verwende die Creme seit über einem Jahr, manchmal sogar morgens und abends – ein Tübchen (ca. 15 ml) reicht dann in etwa für zwei Monate, wobei ich Augencremes immer recht großzügig auftrage und auch immer etwas in Richtung Wangenpartie verteile.

Den Auftrag und das Hautgefühl kenne ich so von keiner anderen Creme: Sie „schmilzt“ regelrecht auf der Haut und lässt sich ganz leicht verteilen. Trägt man sie dünn auf, zieht sie auch schnell ein und hinterlässt ein ganz feines, samtiges Gefühl. Ich bilde mir ein, dass die eingecremte Partie sogar etwas „strahlender“ und auf jeden Fall prall und gesund aussieht (obwohl keinerlei Glitzerpartikel enthalten sind).

Die Haut bleibt lange gut durchfeuchtet – optisch und vom Gefühl her. Im Winter habe ich nachts noch einen Tropfen von der Martina Gebhardt Augencreme drüber gegeben (Review hier). Ich habe allerdings auch eine extrem trockene Augenpartie. Generell ist es problemlos möglich, über die CeraVe-Creme drüber zu schichten – etwa eine Sonnencreme oder Tagescreme mit LSF.

Dass die Creme ausgeprägte Falten tatsächlich „reparieren“ kann, ist wie immer rhetorische Verkaufsstrategie, aber ich kann mir doch gut vorstellen, dass die Haut auch mit Falten etwas „weichgezeichneter“ wirkt und sehr sehr gut gepflegt wird. Bei mir selbst hatten die ersten Knitterfältchen auch schon begonnen und hier kann ich zumindest sagen, dass diese seit über einem Jahr kein bisschen stärker geworden sind, eher im Gegenteil (allerdings verwende ich gelegentlich auch noch Retinol).

Klingt zu gut, um wahr zu sein?

dscn9607.jpgEinen kleinen Haken gibt es: Die Erhältlichkeit. CeraVe gibt es in Amerika in jeder Drogerie zu einem vernünftigen Preis – die Augencreme kostet etwa 10-12 Dollar. In Deutschland kann man sie, soweit ich weiß, nur über Amazon bestellen. Dort kostet sie inklusive der Versandkosten um die 20 Euro.

Betrachtet man aber einfach das Preis-Leistungsverhältnis, würde ich sagen: Es gibt für das gleiche (oder auch viel mehr) Geld immernoch weitaus schlechtere Cremes! 20 Euro sind an und für sich betrachtet gerechtfertigt. Von daher gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung. Und vielleicht könnt Ihr sie Euch ja mal mitbringen lassen oder reist selbst in die USA? Meine Bestellung kommt hoffentlich demnächst, denn ich kratze grad schon die letzten Reste aus meiner letzten (aufgeschnittenen) Tube.

„Gebt mir einen Daumen nach oben“- Sätze von youtubern, die ich nicht mehr hören kann

Vorabbemerkung: Ich schaue durchaus gern youtube-Videos, das Folgende ist also mit einem Zwinkern zu verstehen und nicht böse gemeint!

 

„Oh mein Gott, ich LIEBE ihn!!!“

Nein, die Rede ist nicht etwa vom Partner!

Gemeint ist der Bronzer/Lippenstift/Nagellack… Auch oft gehört: „Ich bin soooo verliebt in diese Farbe!“

„Das will ich nicht supporten.“

Es gibt auch ein schönes deutsches Wort dafür. Aber Englisch ist halt um jeden Preis und per se cooler.

„Das hat mir die liiiiieeeeebe xy empfohlen.“

Man kann anscheinend keinen Namen mehr öffentlich erwähnen, ohne die dazugehörige Person als lieb zu bezeichnen, was immer das genau meinen soll. Auch auf Blogs eine sehr beliiieebte Zuschreibung.

„Ich hab das von der Firma XY zugeschickt bekommen, vielen Dank. Aber ich sage euch NATÜRLICH trotzdem meine EHRLICHE Meinung.“

Ich glaube ihnen sogar, dass sie das wirklich meinen. Die Frage ist nur, ob diese Objektivität tatsächlich so selbstverständlich ist wie oft behauptet. Kann ich mich wirklich mal eben so davon frei machen, dass mir ein Produkt kostenlos geschickt wurde?

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„Ich habe heute einen Haul für euch.“

– Und am Ende behalten sie dann doch alles selbst… 😉 (Okay, der war jetzt flach, ich weiß. Mich wundert einfach die ständige „für euch“ – Formel. Ich muss da immer an die Abendmahlsliturgie denken: „Für euch gegeben…“)

„Ich war mal wieder bei dm und brauchte nur Zahncreme. Hahaha, und dann ist es eskaliert, Ihr kennt das.“

Hmja, ich finde den dm auch einen ziemlich schönen Ort, der mich unerklärlicherweise mehr zum Kauf verleitet als andere Drogerien… Und ja, ich habe auch nicht gerade wenig Schminkzeug. Was manche dann aber anhäufen, finde selbst ich erschreckend. Wann wollen die das bitte alles benutzen?! Wo kann man noch drüber lachen und wo beginnt das sinn- und maßlose Konsumieren oder die echte Kaufsucht?

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„Jetzt wünsch ich euch ganz ganz viel Spaß bei dem Video!“

Also Videos gucken finde ich ganz nett. Manchmal inspirierend oder auch amüsant. Aber Spaß habe ich eher in einer lustigen Runde mit Freunden oder beim Toben mit meinem Patenkind. Irgendwie sitze ich nie vor youtube und hab den Spaß meines Lebens. Mache ich was falsch?

„Ich bin Mutter von zwei Katzen.“

Faszinierend, was biologisch heutzutage so möglich ist… Sogar Mütter von Kaninchen und – das war für mich der Höhepunkt – eine „Mutter von Zwerggarnelen“, habe ich schon im www gesehen…!

Kaum nötig hinzuzufügen, dass ich bei aller Liebe zum Haustier eine so weitreichende familiäre Verwandtschaftsbezeichnung etwas, äh, fragwürdig finde.

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„Am Wochenende geht es für mich und meinen Freund nach Spanien.“

Na gut, das habe ich wohl öfter auf Instagram gelesen als in Videos gehört. Trotzdem: Wieso hat sich diese Formulierung dermaßen eingebürgert? Seit wann sagt man nicht mehr „Mein Freund und ich fliegen am Wochenende nach Spanien“? Immer geht es für einen. Wer ist dieses ominöse ES? Ich scheine der einzige Depp zu sein, der noch selbst einkaufen geht, für andere geht es zum Einkaufen. Sobald noch schnell das Bild gepostet ist.

„Schreibt mir mal in die Kommentare, ob euch das auch so geht!“

Ja, schreibt mir doch mal, ob euch das auch so geht mit den youtube-Videos oder allgemein mit Phrasen in der Beautywelt oder in anderen Bereichen! 😉

 

Traumziel im Mittelmeer (Teil 1)

Sonne. Meer. Sandstrand. Und kein allzu langer Flug.

Das waren die Kriterien, als wir vor Jahren einen Familienurlaub planten. Es hätte so ziemlich jede Mittelmeerinsel werden können. Doch der Zufall entschied sich für:

Malta.

Viele Jahre und einige Besuche später möchte ich Euch erzählen, was mich an der kleinen Insel so sehr fasziniert, dass ich immer und immer wieder dorthin zurückkehre.

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Der erste Eindruck aus dem Flugzeug war zunächst nicht sehr vielversprechend: „Ach du liebe Zeit, was ist das für ein dichtbebautes, karges Stück Land?!“

Tatsächlich gilt Malta als Staat mit der fünfhöchsten Bevölkerungsdichte weltweit (sagt Wikipedia heute; bis vor einiger Zeit hieß es noch dritthöchste Bevölkerungsdichte). Und tatsächlich ist Süßwasser ein kostbares Gut, weil es selten regnet und weil das Salzwasser quasi überall ist und auch ins Grundwasser dringt.

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Seit meinem ersten Aufenthalt hat sich einiges geändert: Malta ist inzwischen in der EU (seit 2004). Insgesamt liegt weniger Müll rum (wobei hier noch viieel Luft nach oben wäre), Straßen wurden ausgebaut und sogar Fahrradwege geschaffen – und die legendären gelben Busse wurden ersetzt. Manche von ihnen waren so alt, dass man noch mechanisch den Haltewunsch melden musste: Man zog an einer Schnur, die sich über den Sitzen einmal komplett durch den Bus spannte und dies setzte die Glocke vorn beim Fahrer in Bewegung.

Busfahren ist aber auch heute noch ein Erlebnis und mal ein Rat vorab: Nehmt Kleingeld sowie einen Schal oder ein Jäckchen zum Drüberziehen mit…! Oh, und ein bisschen Geduld. Das Busnetz ist zwar gut ausgebaut und günstig, aber der Fahrplan nur eine ungefähre Orientierung über die Linien und Zeiten.

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Auf Geldscheine reagieren Fahrer entweder ungehalten, weil sie darauf nie gut herausgeben können (oder wollen) oder mit lässigem Durchwinken: Ach, dann zahlt heute mal nicht, aber wenn der Kontrolleur kommt, sagt, ihr hättet euren Fahrschein verloren, ok?!?! (Ich weiß nicht, was sich abspielen würde, wenn denn wirklich ein Kontrolleur käme.) Und sobald die Sonne weg ist, merkt man, wie stark die Klimaanlage läuft. Geschätzte 20 Grad kälter als draußen und ein Eishauch im eben noch sonnengewärmten Nacken.

Viele Fluglinien aus der ganzen Welt fliegen den kleinen, in der Nähe der Hauptstadt Valetta gelegenen Flughafen an. Ich würde Euch in jedem Fall raten, die maltesische Fluglinie Air Malta zu bevorzugen, wenn Ihr die Wahl habt. Sie hat den nettesten Service, einen putzigen Sicherheitsfilm, man hört schon mal den Klang der maltesischen Sprache bei den Durchsagen und es war vor Jahren schon selbstverständlich, dass man zwischen vegetarischem und fleischhaltigem Essen wählen konnte (Lufthansa hinkt diesbezüglich auf der gleichen Strecke weit hinterher).

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In Malta gibt es Linksverkehr – wer sich das Fahren dennoch zutraut, ist mit einem Mietauto wahrscheinlich gut bedient (wobei man sich in den engen Städten vorher über Parkmöglichkeiten informieren sollte…). Wir haben bisher immer einen Shuttle-Service gebucht. Die Fahrer fahren wie man es allen Südländern nachsagt: Schnell, unter Einsatz der Hupe und unter Vernachlässigung von Sicherheitsstandards wie Anschnallgurten.

Eigentlich kann man jeden Ort auf der Hauptinsel innerhalb von einer halben Stunde erreichen, da sie gerade mal knapp 30 Kilometer lang und um die 14 Kilometer breit ist. Sitzt man jedoch in einem Shuttle, das noch viele andere Hotels anfahren muss, verlängert sich die Fahrt deutlich – aber man bekommt schon mal einen ersten Eindruck von den engen Gassen, den steinigen Feldern und der Architektur.

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Mehr Eindrücke von Malta und Tipps für’s Sightseeing gibt es demnächst in weiteren Blogposts… Interessiert Euch irgendwas besonders?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leo Mazzotti: Personalisierte Werbung… und eine positive Überraschung

Mein Instagram-Account ist immernoch sehr sehr klein und umso mehr habe ich mich gewundert, als ich vor einigen Wochen plötzlich von Leo Mazzotti eine Nachricht erhielt: Mein Account würde ihnen gefallen und sie hätten ein Angebot für mich.

Schnell klärte sich diese Mail auf:

Es handelte sich einfach nur um eine „kaufe 2, zahle 1“ – Aktion, wie sie viele Firmen machen. Eine Werbestrategie, die ich z.B. von meinem Lieblingsschuhladen kenne. Als bloße Werbemail hätte ich diese Aktion vermutlich ignoriert, von daher war es clever von den Werbestrategen der Firma, sie mit einer Schmeichelei zu verbinden – denn so war ich zumindest neugierig und schaute mir die Seite von Leo Mazzotti an.

…und schon hing ich wie der Fisch an der Angel, denn: Die Armbänder sind so verdammt schön!

Ein Weilchen Internetrecherche später (wer ist die Firma, wie ist ihr Ruf, wie sind die Erfahrungen mit den Armbändern…) habe ich tatsächlich bestellt und die Armbänder eine gute Woche später hübsch verpackt erhalten.

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Wichtig ist mir an dieser Stelle zu betonen: Ich muss darüber nicht schreiben und bekomme auch sonst nichts von der Firma! 

Meine Armbänder stammen beide aus der Italian Dolce Vita – Collection, da diese mich am meisten angesprochen hat.

Venezia (blau) habe ich selbst behalten, Firenze (rot) habe ich meiner Mutter geschenkt. Preislich liegen beide bei 29 Euro.

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Durch den enthaltenen Magnetverschluss lassen sie sich gut öffnen und schließen, sodass man sie ohne langes Gefriemel auch alleine dran und wieder abbekommt.

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Die Armbänder sind relativ eng geschnitten, was für meine schmalen Handgelenke perfekt ist. Wie jemand mit etwas dickeren Unterarmen sie tragen soll, ist mir nicht ganz klar, aber ich habe irgendwo gelesen, dass sie sich wohl mit der Zeit etwas dehnen. Nun hoffe ich natürlich, dass das mit meinem nicht passiert und es plötzlich am Arm schlackert!

Die ersten Trage-Tage hat meins aber sehr gut überstanden: Kein Ausleiern, keine Gebrauchsspuren. Obwohl das Armband recht dick ist, trägt es sich unheimlich leicht. Und es sieht einfach sooo schön aus. Sagte ich das schon? 😉

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Wie gefallen Euch die Armbänder?

Falls Ihr bei Leo Mazzotti vorbeischauen wollt: http://www.leomazzotti.com/shop

 * Update 9.8.2017*

Ich habe heute doch noch etwas von der Firma bekommen, nämlich einen Rabattcode für EUCH!

Wenn Ihr bei einer Bestellung meinen Instagram-Namen eingebt (ellen.schoenmalsogedacht) erhaltet Ihr 10%!