Die Meeedchen laufen wieder. Germanys next Topmodel 2018

Es ist soweit: GNTM geht in die nächste und inzwischen 13. Runde. Seid Ihr dabei?

Ich für meinen Teil weiß es noch nicht. Früher hab ich die Sendung schon ganz gern gesehen, so klassisch mit Freundinnen, Knabberzeug und Drink. Allein macht es weniger Spaß und irgendwann hat man es vielleicht auch einfach ein wenig über.

Die minutenlange heroische Musik zum Auftakt, lauter Nahaufnahmen von knackigen, schlanken Körperteilen im Bikini, nicht unästhetisch, aber wahnsinnig sexualisiert. Die üblichen Sätze wie das unvermeidliche „Nur eine kann Germanys next Topmodel werden…“ und „Let the battle beginn“ und „Wer ist bereit für den Sieg an seine Grenzen zu gehen?“ (Dazu die Einspielung von tränenreichen Szenen des Umstylings… Ist auch echt ne Grenze, so ein Friseurbesuch.)

Dann natürlich Eindrücke von Bewerberinnen, die sich als selbstbewusst bezeichnen, aber wahlweise direkt unter der Fassade unsicher sind oder ein gutes Selbstbewusstsein mit Arroganz und maßloser Selbstverliebtheit verwechseln. Alle haben schon als Kind GNTM geschaut und schon immer davon geträumt, selbst mitzumachen. Nun picken sich die Juroren die verheißungsvollsten Kandidatinnen raus. „Bei dir habe ich mir schon drei Kreuzchen gemacht“, umwirbt Thomas ein Mädchen. „Aber ich habe schon fünf Kreuzchen gemacht“ kommt es prompt mit nöliger Stimme von Michael. Was ein kreatives Argument aber auch. Nützt ihm nichts, das Mädchen entscheidet sich für Thomas. Finde ich verständlich. Ehrlich gesagt wundert mich, warum überhaupt jemand zu Team Michael gehören will.

Eine Kandidatin mit auffälligen Augenbrauen hat auf Anraten ihres Kumpels einfach mal ihre Hose weggelassen. „Ich hätte auch eine Frage“, sagt Thomas, und ich denke, er fragt: „Warum zur Hölle hast du keine Hose an?!“ Aber Thomas ist ein Mann der Diplomatie und formuliert vorsichtig: „Warum hast du dieses Outfit gewählt?“

Nach der Vorauswahl der beiden Herren fliegt man die ganze Schar in die Karibik, wo nun Heidi wieder kräftig aussiebt. „Schön euch alle mal in echt zu sehen!“, ruft sie den aufgeregten Meedchen aus gefühlten 30 Metern Entfernung zu, bevor es mit Fotoshoot und Laufsteg direkt weitergeht zur Entscheidung. Nicht allen macht das Fotografiertwerden Spaß. „Es ist besonders schwierig, wenn ich vor Leuten stehe, die ich nicht kenne“, jammert eine Kandidatin. Konnte sie ja echt nicht ahnen, dass bei GNTM fotografiert werden würde, die Arme. Stunden später: Man hat viel nackte Haut gesehen, viel Strand und Meer und die ersten Zickereien wurden ausgeweidet. Ein „Transgender Model“ mit unnatürlichem Schmollmund ist rausgeflogen, ein „Curvy Model“ erstmals dabei, zwei Teams mit 15 (Thomas) und 14 (Michael) sind vollständig.

Nun denn. Bis nächste Woche zum „Nacktshooting“. Vielleicht.

 

 

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Winter

In den letzten Tagen kam mir öfter der etwas kitschige Text aus einem Lied von Rolf Zuckowski in den Sinn:

„Wo bist du geblieben, guter alter Freund?
Wer hat dich vertrieben? – Wir selber, wie es scheint.
Aber wir träumen
von deiner Wiederkehr
umso mehr.“

Die Rede ist natürlich vom Winter. Und der mag sich dieses Jahr nicht einstellen. Findet das eigentlich außer mir noch jemand bedauerlich und vielleicht auch ein wenig besorgniserregend? Anscheinend nicht. Auf instagram sehe ich jedenfalls Blütenbilder en masse und dazu Texte, die den „Frühling“ und die Sonne feiern.

Ja, ich bin auch ein Sonne-Wärme-Sommerhalbjahr-Mensch. Ich leide sogar so sehr unter der Dunkelheit, dass ich seit Jahren eine Tageslichtlampe in Gebrauch habe. Und dennoch mag sich Freude über das aktuelle Wetter nicht einstellen.

Zum einen liebe ich den Wechsel der Jahreszeiten, den charakteristischen Geruch, und ich vermisse die kalte klare Luft, den Schnee, der die Landschaft verzaubert.

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Zum anderen kann ich die Frage nicht ausblenden, was es für die Natur und Landwirtschaft bedeutet, wenn das Wetter Mitte/Ende Januar so ist wie Anfang/Mitte März. Und was es bedeutet, wenn dann der Wintereinbruch doch noch kommt.

Letztes Jahr gab es bereits einige Ernteausfälle dadurch, dass bereits alles blühte, als die Kälte doch noch zuschlug.

Scheint aber für niemanden ein Problem zu sein. Eine ehemalige Bekannte postet etwas dazu auf Facebook. Sie schreibt am 11. Januar (!) mit dem Gefühl „hoffnungsvoll“, wie schön es sei in der Mittagssonne und mit Sonnenbrandgefahr.

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„Ja, wie jemand, der jeden Sonnenbrand mitnimmt, siehst du aus“, denke ich garstig, denn in der Tat weist ihre helle Haut schon mit Mitte 30 Falten und Pigmentstörungen auf. Vor allem aber kapiere ich eins nicht: Wie kann denn selbst ein eigentlich kluger Mensch (die Dame ist promoviert) nicht mal ein winzig kleines bisschen weiter denken und den Zusammenhang herstellen zwischen Frühling Anfang Januar und ökologischen Folgen? Ich finde es schon fast ein wenig beängstigend, wie gut die Fähigkeit mancher Menschen ist, alles Unliebsame einfach auszublenden. Würde ich manchmal auch gern können, denn klar ist:

Niemandem ist geholfen, wenn ich die Sonne NICHT genieße und schlechtgelaunt durch die Bilder bei instagram scrolle! Das sehe ich auch. 😉

Dennoch denke ich: Ein verantwortungsbewusstes Handeln kann es eigentlich nur geben, wenn man in der Lage ist, über eine aktuelle Befindlichkeit (Sonne, 16 Grad = GEIL für MICH!) hinauszudenken. Das gilt nicht nur für den Klimawandel (man könnte z.B. überlegen, ob die fünf Fernreisen dieses Jahr wirklich sein müssen), sondern ganz generell in vielen Bereichen. Ein „ICH fühle mich gut so und alles andere blende ich aus“ ist einfach keine Ethik. „Jeder wie er mag“ übrigens auch nicht.

Und während ich diese Zeilen tippe, die allmählich etwas „Wort-zum-Sonntag“-mäßig anmuten, läuft der Wetterbericht. Es ist Schnee angesagt! Ratet, wer sich freut? 🙂

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Interview mit „Bloggerherz“

Neulich erhielt ich eine nette Anfrage von Chris von „Bloggerherz“, ob ich Lust hätte, bei einem kleinen Interview mitzumachen. Auf der Seite Bloggerherz.de finden sich inzwischen schon sehr viele Interviews aus den unterschiedlichsten Bereichen und es werden immer mehr.

Da ich es schön finde, wenn sich Blogger untereinander ein wenig vernetzen und im Idealfall alle Beteiligten ihre Reichweite vergrößern, habe ich mitgemacht.

Schaut ruhig auch mal auf der Seite vorbei – egal, ob ihr ein bisschen rumstöbern und neue Blogs entdecken wollt oder ob ihr selbst auch ein Interview einreichen möchtet.

Und HIER geht es direkt zu meinem Interview!

Update 01.02.2018: Fünf Likes, aber nur ein einziger Klick auf das Interview?! Öhm ja.

Frohes neues Jahr!

Happy new year! – Auf ein gutes neues Jahr mit Gesundheit, Freude und Zufriedenheit!

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Den großen Jahresrückblick gibt es bei mir hier zwar nicht, aber es ist mal wieder Zeit für ein paar (sehr subjektive) Gedanken.

  • Findet Ihr unpersönliche Neujahrswünsche auch irgendwie so … überflüssig? Von mehreren Bekannten habe ich kommentarlos ein Video über whats app geschickt bekommen, in dem ein Elefant einen Hügel runterrutscht. Man sieht nicht, wie die rasante Rutschfahrt durch den Wald ausgeht und hofft nur, das Tier verletzt sich nicht dabei. Dazu werden die einfallsreichen Worte „guten Rutsch“ eingeblendet. Und wahrscheinlich wurde das mit zwei Klicks an die ganze Freundesliste gesendet. Da schreibe ich doch lieber ein paar kurze aber persönliche Worte an die Menschen, an die ich wirklich denke. Aber jedem das Seine. 😉
  • Dinner for One?! Da könnt Ihr mich mit jagen. Obwohl dem Slapstick durchaus nicht abgeneigt, konnte ich über das Stolpern des armen Butlers noch nie lachen. Und die Grundsituation des Sketches fand ich schon als Kind derart traurig. Was für eine deprimierende Lage, feiern zu wollen und alle Freunde sind tot!
  • Dieser Anglizismus ,“in 2018″ zu sagen, hat sich ganz schön durchgesetzt. Wahrscheinlich wäre es mir nicht einmal aufgefallen (oder zumindest nicht negativ), wenn ich nicht vor Jahren schon gelesen hätte, wie Bastian Sick in einer seiner Zwiebelfischkolumnen beanstandete:

„Die Präposition „in“ vor einer Jahreszahl ist ein lästiger Anglizismus, der vor allem im Wirtschaftsjargon allgegenwärtig ist. Die deutsche Sprache ist jahrhundertelang ohne diesen Zusatz ausgekommen und braucht ihn auch heute nicht.“

Mittlerweile verwenden viele und auch gebildete und gar nicht in der Wirtschaft tätige Menschen Ausdrücke wie „Ich wünsche dir viel Glück in 2018.“ Damit hat sich dieses überflüssige „in“ vor der Jahreszahl wohl etabliert, ob es mir nun falsch vorkommt oder nicht. Lebendige Sprache im Wandel.

  • Böllern oder nicht Böllern, das ist hier die Frage. Mir persönlich jagen die Knaller zuviel Respekt ein als dass ich welche zünden mag und ich mag auch nicht, wenn ein (angetrunkener) Nachbar aus Spaß eine Rakete auf die Straße wirft, die dann gefühlte zwei Meter vor mir landet… Irgendwie sind Feuerwerke dennoch eine Tradition und Gewohnheit, ohne die ich mir Silvester nicht recht vorstellen kann. Und das immer wiederkehrende Argument, was man mit dem dafür ausgegebenen Geld  stattdessen alles Tolles und Hilfreiches machen könnte. Ja. Stimmt ja. Aber so könnte man auch bei JEDER Vergnügung argumentieren. Soll man sich deshalb jedes Vergnügen verkneifen? Schon eher ein Argument fände ich die Feinstaubbelastung, den rumfliegenden Müll und die Tiere, die durch Feierwerk in Panik geraten.
  • Gestern habe ich im Internet gelesen, dass es bei der Silvesterparty am Brandenburger Tor eine „Women’s Safety Area“ geben soll, wo Frauen, die sexuell belästigt werden, Hilfe finden können. Auf den ersten Blick eine gut gemeinte Idee nach den Ereignissen von vor zwei Jahren in Köln. Trotzdem habe ich ein ungutes Gefühl dabei. Wenn so eine Safety Area sinnvoll ist, dann „sagt man, dass es Zonen der Sicherheit und Zonen der Unsicherheit gibt“, wie Rainer Wendt in vielen Zeitungen zitiert wurde. Er hat meiner Meinung nach nicht Unrecht. Mag sein, dass es das Konzept als solches schon lange gibt. Es ist trotzdem ein seltsames Signal in Anbetracht der politischen Gesamtlage. Sollen öffentliche Feiern in Zukunft wirklich nur noch mit Betonpollern, massivem Polizeiaufgebot und Safety Areas möglich sein? Bekämpft man hier nicht eher Symptome als Ursachen? Ich kann zumindest sagen: Vor fünf Jahren habe ich Silvester genau dort am Brandenburger Tor gefeiert. Themen waren die Kälte und die Enge und wie manche es geschafft haben, trotz der Einlasskontrollen Glasflaschen reinzubringen. Die Möglichkeit von sexueller Belästigung bei einer solchen Großveranstaltung war gar nicht im Bewusstsein. (Womit ich nicht sagen will, dass das niemals vorgekommen sein kann, aber eben nicht in solchem Maße wie vor zwei Jahren…)
  • Ein paar treffende und wahre Worte habe ich auf dem instagram-Account von Sarah von eattraincare gefunden (hier geht es zu ihrem empfehlenswerten Blog und auf instagram könnt Ihr den kompletten Text von ihr lesen).

„… ein Halt geht nur bedingt. Man selbst kann inne halten, kann sich entschleunigen und doch wird alles andere seinen gewohnten Gang gehen. Wie beruhigend genau diese Tatsache ist, habe ich erst die letzten Wochen wirklich verstanden. Hab verstanden, dass es gut ist, wenn sich die Welt weiter dreht. Dass es in Ordnung ist, den Tag gleichermaßen mit Wichtigem und Banalem zu füllen. Denn am Ende geht es immer weiter, das ist es was uns lebendig macht.“

Goethe lässt seinen rastlosen Faust die Worte sprechen: „Werd ich zum Augenblicke sagen:/ Verweile doch! du bist so schön!/ Dann magst du mich in Fesseln schlagen,/ Dann will ich gern zugrunde gehn!“ – Ich bin das klare Gegenteil davon. Ich erlebe immer wieder Momente, die ich am liebsten festhalten oder ganz lang ausdehnen möchte. Sie vergehen aber unweigerlich, und auch die schönste Erinnerung ist nur eine Erinnerung und nicht mehr der Moment selbst in all seiner Intensität. Das finde ich manchmal sehr hart zu akzeptieren. Vielleicht hat mich Sarahs Post deshalb so angesprochen, weil er ausdrückt, dass diese menschliche Grundbedingung dennoch nicht nur etwas Negatives ist: Nur weil es immer weiter geht, nur weil wir in der vergänglichen Zeit leben, leben wir.

In diesem Sinn: Erlebt ein wunderschönes Jahr 2018, genießt Eure Zeit!

 

 

Liebe Leser und Leserinnen,

ich wünsche Euch ein fröhliches Weihnachtsfest mit gutem Essen und einer schönen und friedlichen Zeit mit Euren Familien und Freunden!

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Wo steckst du denn?

Es ist schon einige Male passiert und ich mag es nicht: Da gibt es diesen Blog, den ich gerne lese, aber in letzter Zeit sind die Beiträge seltener geworden. Nach einer Weile meldet sich die Blog-Schreiberin mit einem Post zu ihrer persönlichen Situation und schreibt sowas wie: Viel zu tun im Job, privat viel um die Ohren, Krankheit/ Jobwechsel/Familie… aber sie werde auf jeden Fall weiter bloggen, nur halt etwas seltener als bisher, sie bitte um Verständnis.

Ich habe Verständnis,  ist doch klar. Andere Dinge im Leben gehen vor, der Blog ist ein Hobby! Aber dann kommen doch nur noch extrem seltene und schließlich gar keine weiteren Beiträge mehr und irgendwann liegt der Blog gänzlich brach. Ohne Abschied, ohne ein Wort an die treuen Leser.

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Warum ich Euch das erzähle? Weil ich auf keinen Fall möchte, dass es hier genauso läuft. Aber eigentlich ist genau der Punkt gekommen, an dem ich Euch irgendwas von Job und viel Stress erzählen müsste, denn auch bei mir sind die Beiträge in den letzten Wochen selten geworden.

Ich wusste schon seitdem ich angefangen habe mit bloggen, dass irgendwann in diesem Jahr ein Jobwechsel kommen würde. Aber wieviel an Umstellung, organisatorischem Aufwand und Arbeit er mit sich bringen würde, war nicht ganz absehbar. Und so kam es, dass die wenige freie Zeit der letzten Wochen lieber für Sport und soziale Kontakte genutzt wurde als für das Schreiben, obwohl es an Ideen nicht mangelt – und obwohl fleißig neue Produkte ausprobiert wurden. Zu zwei davon kommt am Wochenende ein Post. Das verspreche ich euch – und mir selbst. 😉 Quasi als Zeichen dafür, dass ich weitermachen werde, auch wenn manchmal mehr Zeit zwischen zwei Beiträgen vergeht.

Und sollte ich irgendwann doch wirklich keine Zeit mehr für dieses schöne Hobby finden oder die Lust daran verlieren, wird es ganz sicher einen Abschiedspost geben! Aber daran mag ich grad nicht denken.

Bleibt gesund und bis bald!

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Ist denn wirklich schon Wollsockenzeit?

Ich hab’s versucht. Hab die Zehen gekrümmt und wieder ausgestreckt. Hab mich auf die Arbeit konzentriert. Hab mir nen schönen warmen Kaffee gemacht. Und als die Füße schließlich immernoch kalt waren… da hab ich mir dann doch die Wollsocken angezogen.

1.September. Metereologisch gesehen ist mit diesem Tag der Sommer vorbei. Und genau so fühlte es sich gestern auch an. Letzte Woche noch die milde Nacht bei der Hochzeit, wo wir nachts um 3 ärmellos draußen standen und trotz vom Tanzen verschwitzter Klamotten nicht froren. Und jetzt: Wollsocken. Es wird bestimmt noch mal schön, sonnig und warm! Aber trotzdem lässt es sich nicht mehr leugnen, dass das Jahr schon wieder weit fortgeschritten ist. Und so sehr ich diese – ich sag mal euphemistisch – Spätsommerzeit mag und mit dem positiven Gefühl von Aufbruch und neuen Chancen verbinde, so sehr ich den Geruch von reifem Obst in der Luft liebe, so sehr ich das weiche Licht und die bald kommende Farbenpracht genieße – ganz verhindern kann ich das Gefühl von Melancholie nicht.

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Ich finde den Spätsommer eine wunderschöne Jahreszeit, aber keine zwingt mich so sehr dazu, zu überlegen, wo ich stehe, was das Jahr bisher gebracht hat, was ich mir für die nächste Zeit wünsche und ob ich mit meinem Leben zufrieden bin.

Wird das schlimmer, mit jedem Jahr, das man älter wird? Weil man unwillkürlich sein Leben auf die Jahreszeiten überträgt und irgendwann selbst im Herbst ankommt? Ich hoffe nicht, auch wenn mir manchmal bewusst wird, dass ich den Frühling bereits verlasse habe.

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Aber je zufriedener ich bin, desto weniger schlimm greift die Spätsommer-Melancholie. Manchmal dachte ich, sie bringt mich um, noch bevor die monatelange Dunkelheit mir den Rest gibt… Und das auch in weitaus jüngerem Alter.

Dieses Jahr ist sie bisher nur ein sanfter Hauch, denn es ist viel passiert, das mich vorangebracht hat; äußerlich, aber vor allem in meinem Inneren. Das relativiert auch das Gefühl von „Meine Güte, wie die Zeit vergeht!“, das mich zugegebenermaßen hin und wieder ereilt. Aber auch schon in früheren Jahren. 2011 war zum Beispiel eine Phase, in der ich mit einem Anflug von Panik dachte, wenn die Zeit weiter so rast, ist das Leben gleich um! Und dann wurde sie gefühlt doch wieder gemächlicher.

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Wie geht es Euch im Spätsommer/Herbst?

Lieblingsjahreszeit oder Depri-Stimmung? Oder weder noch?

Wie auch immer… habt ein schönes Wochenende, genießt die Zeit und bis bald hoffentlich!